Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung | 3.000 €
Nikolaus Faßlrinner
2021 wurde Nikolaus Faßlrinner aus Haldenwang von der Jury für seine Arbeiten „Traumdickicht” und „Berglandschaft mit Palme“ mit dem Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung ausgezeichnet.
Dieser Preis ist mit 3.000 € dotiert und richtet sich an Kunstschaffende unter 40 Jahren.
Nikolaus Faßlrinner vor seinen ausgezeichneten Werken © Foto Sienz
Begründung der Jury
Nikolaus Faßlrinner
„Traumdickicht“, 3-teilig
Tusche auf Papier, gerahmt
84 x 107, 107 x 84, 107 x 84, 2021
Die Jury begründet den Förderpreis für Nikolaus Faßlrinner folgendermaßen:
Die Ehrlichkeit der Zeichnung „Traumdickicht“ ist phantastisch. Der Künstler setzt die Linie bewusst und zeichnet sehr sensibel. Die Tuschezeichnung trägt kalligraphische Züge, die auf die Ausbildung des Künstlers hinweisen; sie kann nicht korrigiert werden. Das Tryptichon zeigt nicht ein klassisches Bildmotiv, sondern ist unorthodox. Die Renaturierung des Wolfs trifft auf den domestizierten Hund; der Wolf tritt in den Kreis der Domestizierung ein. Es sind phantastische und rätselhafte Bildwelten, die Faßlrinner auffächert. Sie eröffnen Anklänge an das Paradies und sind narrativ und assoziationsoffen.
Nikolaus Faßlrinner
„Berglandschaft mit Palme“
Mischtechnik auf Leinwand, gerahmt
90 x 70, 2021
Das Gemälde „Landschaft mit Palme“ hat etwas Fließendes, Lebendiges. Die offenen, changierenden Farbflächen werden kontrastiert durch die Setzung der Zweige. Es geht dabei um das Eingewobensein des Menschen in die ihn umgebende Natur.
Für die Jury war es sehr überzeugend, dass Nikolaus Faßlrinner genauso gut mit Zeichnung umgeht wie mit Malerei.
Nikolaus Faßlrinner über seine Arbeit
„Ich male mit Ölfarben auf Leinwände oder gefundene Bretter.
Es entstehen Räume und Gefühlslandschaften ähnlich einem Tagebucheintrag. Aus einer schmutzigen Erdigkeit schimmern eigenartige Farben empor.
Tiere, Menschen und Mischwesen huschen wie Träume durch meine Bilder. Sie sind mit sich beschäftigt oder schauen den Betrachter herausfordernd an.
Außerdem sammle ich Gegenstände und setze diese neu zusammen. Form, Farbe und Material trifft in ungewohnter Weise aufeinander. Es entstehen Objekte, welche mit dem Raum und den Bildern korrespondieren.
Seit meinem Auslandssemester in China erweitert das Zeichnen mit Tusche und Pinsel auf Papier meine künstlerische Arbeit."
Der in Karlsruhe geborene Nikolaus Faßlrinner lebt und arbeitet heute in Haldenwang. © Foto Sienz
Videoportrait Nikolaus Faßlrinne
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